TTouch Seminar
Allgemein,  Auslastung,  Bindung,  Kommunikation

TTouch Seminar bei Gabi Maue von Tellington TTouch® Zweibrücken

Ich habe an einem TTouch Seminar bei Gabi Maue in Zweibrücken zum Thema Tellington TTouch® nach Linda Tellington-Jones teilgenommen. Es war sehr lehrreich, besonders in Bezug auf das Nervensystem und Verhalten von Hunden im Zusammenhang mit Berührungen und der Individualdistanz der einzelnen Hunde.

Was ist TTouch?

TTouch ist eine Methode die Linda Tellington-Jones entwickelt hat. Es sind sehr sanfte Berührungen mit den Händen. Der Druck variiert je nach Tier und Situation, genauso wie die Geschwindigkeit. Der grundlegende Touch ist ein kreisender Touch, es gibt aber auch streichende und hebende Touches und Körperteil-Touches. In erster Linie wirken diese entspannend und auch beruhigend auf das Tier. Im Detail ist es natürlich noch sehr viel mehr aber das würde hier den Rahmen sprengen. Es ist wichtig, dass man sich selbst bewusst macht, in welcher Stimmung man sich gerade befindet. Ist man sehr aufgeregt, wird es nicht gelingen ein Tier damit zu beruhigen, denn in der Zusammenarbeit mit anderen Lebewesen ist es immer so, dass man die eigene Energie auch auf sein Gegenüber überträgt.

Das Seminar

Das Seminar hat Gabi Maue von Tellington TTouch® Zweibrücken geleitet. Es gab eine Vorstellungsrunde zu Beginn, bei der jeder mindestens zwei positive Dinge über seinen Hund sagen sollte. Danach hat sie uns einige allgemeine Informationen zum Ablauf des Seminars und zu TTouch gesagt.

TTouch hängt sehr stark mit dem Nervensystem des Hundes zusammen. Es ist wichtig seinen Hund gut lesen zu können und auf ihn ein zu gehen. Wenn ein Hund etwas nicht möchte muss man dies respektieren und den Körperteil wechseln. Zudem könnte es auch an dem speziellen Touch liegen. Darum ist es auch eine wichtige Voraussetzung, dass man die Körpersprache seines Hundes kennt und sich der eigenen Körpersignale bewusst ist, die man in dem Moment ausstrahlt.

Kennt ein Hund das Touchen noch nicht, sollte man sich langsam herantasten und ihn gut beobachten. Auch ist es wichtig ihn nur kurz zu Touchen, damit er nicht überfordert ist.

Alle TTouches, die wir an unseren Hunden gemacht haben, haben wir zuvor bei uns ausprobiert. Grundsätzlich stand es auch jedem frei, individuell Pause zu machen, wie er und sein Hund es gebraucht haben und auch den Körperteil auszuwählen.

Eine gute Abwechslung

Um etwas Abwechslung reinzubringen haben wir gegen Ende noch etwas Bodenarbeit gemacht. Samstag haben wir mit dem Labyrinth begonnen und erstmal die Geschirre und Führtechniken mit der Leine kennen gelernt. Dies war sowohl für uns als auch für die Hunde eine recht große Umstellung. Nach kurzer Gewöhnung hat es gut geklappt und die Hunde wussten was sie tun sollten.

Dabei wurde mir ganz besonders bewusst, wie wichtig eine eindeutige und klare Kommunikation mit dem Hund ist. Besonders die Körpersignale spielen hierbei eine wesentliche Rolle.

Vertiefung

Am Sonntag Vormittag haben wir mit einigen Touches begonnen bis zur Mittagspause. Wir konnten das gelernte vom Vortag nochmal vertiefen und die neuen Touches testen. Danach hat uns Gabi das Bandagieren erklärt und gezeigt. Jeder hat für sich und seinen Hund entschieden was passt und dies ausprobiert. Casper War mit der ganzen Bandage überfordert, darum hab ich diese gleich wieder entfernt und erstmal mit der halben Bandage geübt. Nach einigen Minuten war ihm diese jedoch auch zu viel und wir haben erstmal ein bischen Pause gemacht um alles zu verarbeiten.

Bodenarbeit

Bei der Bodenarbeit hat uns Gabi als erstes erklärt, dass es hierbei nicht wie beim Agility oder anderen Sportarten um Geschwindigkeit und Höhe geht sondern darum den Hund eher zu gymnastizieren und das Körperbewusstsein zu fördern. Zudem bietet sich die Bodenarbeit auch sehr gut zum Bindungsaufbau zwischen Hund und Mensch an.

Bei der Bodenarbeit gibt es verschiedene Materialien wie Stangen, alte Reifen, Pylonen oder auch Äste. Die Hindernisse sind sehr flach am Boden und der Hund soll dabei lernen, dass er alle vier Beine spürt und bewusst einsetzt. Junge Hunde haben dabei auch die Möglichkeit ihr Gleichgewicht zu schulen.

Zum Schluss durften wir noch ausprobieren was uns nochmal zum Vertiefen wichtig war und in dem Bereich, in dem noch Fragen offen waren. Gabi hat sich für jedes Hund-Mensch-Team sehr viel Zeit genommen und geschaut wie sie helfen kann. Bevor wir uns verabschiedet haben, gab es noch eine kurze Feedbackrunde und auf dem Heimweg konnten wir dann alles etwas setzen lassen.

Fazit

Es war ein sehr schönes und lehrreiches Wochenende und ich werde sicher mal wieder ein Seminar oder ein TTouch Seminar bei Gabi Maue besuchen.