Casper mit Blindschleiche
Allgemein,  Kommunikation

Hund trifft Blindschleiche

Ich möchte hier im Allgemeinen auf die artübergreifenden Begegnungen mit Hund und anderen Lebewesen eingehen. Denn auch dabei gibt es einige wesentliche Regeln und Dinge die man beachten sollte.

Ein schönes Erlebnis

Als ich heute Abend spazieren war haben Casper und ich eine kleine Blindschleiche entdeckt. Es ist nicht die erste Blindschleiche der wir begegnet sind, darum war ich mir dessen bewusst, dass Casper verunsichert reagiert. Ich habe mich in einem Dreieck zu Casper und der Blindschleiche gehockt, damit jederzeit sehen kann was Casper für Signale sendet und wie seine Körperhaltung ist und auch damit ich sicher gehen kann, das die Blindschleiche nicht verletzt wird. Casper hat an dem ungewöhnlichen Etwas geschnuppert und dann bewegt sie sich plötzlich. Er ist gleich aufgesprungen und hat vor Schreck eine Spielaufforderung gemacht. Sein typisches Verhalten, wenn er nicht weiß wie er sich genau verhalten soll.

Wichtig

In diesem Fall konnte ich sicher sein, dass für Casper keine Gefahr bestand. Andersrum sah es da schon anders aus. Für die Blindschleiche birgt die Begegnung mit einem Hund sehr viele Gefahren. Als Hundebesitzer muss man sich immer dessen bewusst sein, dass auch anderen Lebewesen kein Schaden durch den eigenen Hund zugefügt wird. Auch eine Blindschleiche hat das Recht auf ein unversehrtes Leben.

Mit anderen Tieren könnte auch für den eigenen Hund eine Gefahr bestehen. Ziegen haben Hörner und Hufe, Kühe oder Pferde sind deutlich schwerer und haben auch Hufe. Es gibt auch giftige Schlangen und Wildtiere können im Allgemeinen immer Krankheiten oder Parasiten haben. Davon kann der Hund entweder krank oder verletzt werden. Daran sollte man immer denken, jedoch muss man auch immer berücksichtigen, dass es eine eher ungewöhnliche Begegnung ist und solche Situationen immer Stress auslösen. Es liegt an dem Besitzer des Tieres diesen Stress ins Positive oder Negative zu lenken. Das bedeutet ganz einfach: Immer beide Lebewesen im Blick behalten und darauf achten ob eines der Tiere Stress zeigt. Für Casper war es in diesem Fall positiver Stress. Er war erst unsicher, da ich aber bei ihm war und ihm signalisiert habe was er richtig macht und ihn für richtiges Verhalten auch belohnt habe, hat er gelernt, dass ihm die Blindschleiche nichts macht. Für die Blindschleiche habe ich darauf geachtet, dass Casper sie weder mit den Pfoten noch mit den Zähnen verletzt und sie eine Zuflucht hat. In unserem Fall waren es die Dornenhecken. Ich habe ihr den Weg dort hin frei gehalten und als sie verschwunden war habe ich Casper zu mir gerufen und wir haben unseren Spaziergang fortgesetzt.